Jugendkirchentag 2026

Das Dekanat Vorderer Odenwald war mit der SichtBar und einer großen Gruppe auf dem Jugendkirchentag in Alsfeld. Die jungen Leute nahmen viele Eindrücke mit nach Hause.

„Mach laut. Mach bunt. Mach mit!“  Unter diesem Motto fand der diesjährige Jugendkirchentag vom 4. bis 7. Juni in Alsfeld im Vogelsberg statt. Mehr als 4000 Teilnehmende haben hier an vier Tagen gemeinsam getanzt, gelacht und ganz viel Gott gefeiert.

Das Evangelische Dekanat Vorderer Odenwald nahm mit 53 Jugendlichen sowie neun Haupt- und Ehrenamtlichen an diesem einzigartigen Jugendfestival der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) teil. Mit guter Laune und einigem Gepäck fuhr die Gruppe mit zwei Reisebussen nach Alsfeld, dem diesjährigen Veranstaltungsort. 

In Alsfeld angekommen, bezogen die Jugendlichen sowie das Team zunächst ihre Quartier. Auf dem Jugendkirchentag schlafen die Teilnehmenden in den Klassenräumen der ortsansässigen Schulen. Nachdem alle ihr Nachtlager mit Isomatte und Schlafsack eingerichtet hatten, ging es auf den Marktplatz zum Eröffnungsgottesdienst mit viel Musik und Konfettikanonen. Michael Gütgemann, seit Juni 2026 Dekan des Evangelischen Dekanats Vorderer Odenwald, gestaltete den Gottesdienst in der Vorbereitung mit. Er war vorher Pfarrer im Evangelischen Dekanat Vogelsberg, dem diesjährigen gastgebenden Dekanat für den Jugendkirchentag.

Nach dem Gottesdienst konnte in der Kirchendisco gefeiert und getanzt sowie an Mitmachangeboten wie einer Tape-Art-Wand rund um die Kirche teilgenommen werden. Danach gab es ein Konzert des christlichen Singer- und Songwriters Jonny vom Dahl. Abends klangen die Tage auf dem Jugendkirchentag mit einer Andacht aus, so auch am ersten Abend. Durch Kerzen, die der Jugendkirchentags-Gemeinde ausgeteilt wurden, erstrahlte der Alsfelder Marktplatz im Kerzenschein und es entstand eine beeindruckende Atmosphäre.

Kirche an besonderen Orten
Gestärkt von dem Frühstücksbuffet in der Quartiersschule ging es morgens für die Gruppe aus dem vorderen Odenwald los zum Gottesdienst. Gottesdienst wird ganz klar in der Kirche gefeiert, oder? Nicht auf dem Jugendkirchentag: Der Jugendkirchentag zeigte jungen Menschen neue Möglichkeiten Gottesdienst zu feiern, zum Beispiel bei einem Gottesdienst im Schwimmbad. Dort war eine Bühne aufgebaut, von der aus Gottesdienst gehalten wurde, die Besucher*innen verteilten sich rund um das Schwimmbecken, hörten zu, sangen mit und beteiligten sich an den Gottesdienstaktionen. Die Gruppe besuchte auch einen Gottesdienst in der Stadthalle. Die verschiedenen Gottesdienste und Andachten wurden von unterschiedlichen (Jugend-)Gruppen gestaltet. 
Aber nicht nur Gottesdienste können an besonderen Orten gefeiert werden. Auf dem Jugendkirchentagsgelände gab es alles Mögliche zu entdecken. Das Festivalgelände war in fünf Themenparks eingeteilt. Dort konnten die Teilnehmenden unter anderem auf einen Kletterturm steigen, Geschicklichkeitsspiele wie Wellenreiten und Fußballdarts ausprobieren oder bei Bastelaktionen ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Zum Beispiel konnten Postkarten gestaltet, Speckstein bearbeitet oder Bible Art Journaling ausprobiert werden. 

In den Themenparks gab es unterschiedliche Essensstände an denen sich die Teilnehmenden tagsüber kostengünstig verpflegen konnten. Zudem gab es kostenfreie Trinkwasserstationen. Auch das Freibad war für die Jugendkirchentags-Teilnehmenden geöffnet. Abends gab es dort eine Aqua-Party mit DJ für die sich der Großteil der 53 Teilnehmenden aus dem vorderen Odenwald angemeldet hatten. Das war gemeinsames Feiern und Tanzen im Schwimmbecken.

Am Abend gab es neben Partys auch noch Angebote wie Rudelsingen oder Konzerte, die die Teilnehmenden erleben konnten. Bei der täglichen Abendandacht konnten die Jugendlichen zur Ruhe kommen und den Tag Revue passieren lassen.

Glaube ist alltagsrelevant
Auch politische und kirchenpolitische Themen waren Teil des Jugendkirchentags. In einer Podiumsdiskussion diskutierten Haupt- und Ehrenamtliche aus dem Bereich der Arbeit mit, von und für Kinder und Jugendliche mit Landesjugendpfarrer Matthias Braun und Kirchenpräsidentin Prof. Dr. Christiane Tietz über jugend- und kirchenpolitische Themen.

In vielen unterschiedlichen Formaten wurde Glaube und Kirche vielfältig dargestellt und gefeiert: Mit Fragen an Bibeltexte, mit Erzählen über den persönlichen Glauben, mit Dankbarkeit für das eigene Leben und das der Mitmenschen. Auf dem Jugendkirchentag wurde Glaube nicht nur in Gottesdiensten praktiziert. Immer wieder gab es Impulse, die sowohl Jugendliche als auch Erwachsene auf ihrer eigenen Glaubensreise begleiten wollten, zum Beispiel durch bekräftigende Worte bei der Segensstation oder am Segenstelefon, beim gemeinsamen Singen bei Gottesdiensten, Konzerten oder dem Rudelsingen sowie bei der Betrachtung alltäglicher Themen durch die Glaubens- und Religionsbrille.

Von Pause bis „Mach laut!“
Für eine Pause vom Jugendkirchentags-Trubel bot sich die Beach-Area an. Hier wurde eine große Strandfläche aufgeschüttet. Direkt am Strand stand ein kleiner quietsch-grüner Anhänger: Die SichtBar des Evangelischen Dekanats Vorderer Odenwald. Das SichtBar-Team hatte keine Langeweile. Ein Cocktail nach dem anderen wurde ausgeschenkt und dank des neuen Solarmoduls war die SichtBar nicht auf externen Strom angewiesen. Des Weiteren gab es an der SichtBar verschiedene Workshops und Aktionen zum Thema Nachhaltigkeit, zum Beispiel das Green Exit-Escape Game, in dem man die (Um-)Welt wieder auf Vordermann bringen konnte. 

Die Teilnehmenden der Gruppenfahrt konnten vormittags und nachmittags in Kleingruppen selbstständig das Festivalgelände entdecken. Mittags trafen sie sich in Kleingruppen mit ein bis zwei Personen aus dem Team für einen Check-In und manchmal auch auf einen Cocktail an der SichtBar. 

Nach dem Jugendkirchentag ist vor dem Jugendkirchentag
Der Dekanatssynodalvorstand des Vorderen Odenwalds unterstützte die diesjährige Fahrt sehr großzügig, sodass die Teilnehmenden nur einen geringen Eigenanteil zu leisten hatten und der Großteil der Kosten für das Jugendkirchentagsticket und für den Reisebus durch das Dekanat getragen wurden. Gemeindepädagogin Ilka Werdan-Staudt, die die Fahrt organisierte, bedankt sich beim Dekanatssynodalvorstand: „Der Jugendkirchentag ist ein einzigartiges Erlebnis. Solche Erlebnisse mit so vielen Menschen könnten wir im Dekanat alleine nicht auf die Beine stellen. Es ist großartig, dass der Dekanatssynodalvorstand so vielen Jugendlichen ermöglicht hat, an der Fahrt teilzunehmen und Jugendkirchentags-Feeling mit nach Hause zu nehmen. Herzlichen Dank!“ 

Der Jugendkirchentag findet alle zwei Jahre an wechselnden Orten statt: Der nächste Jugendkirchentag wird vom 15. bis 18. Juni 2028 in Bensheim sein.

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